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Evangelische Christusgemeinde Schlitzerland - was gibt es Neues? (Teil 2)

Evangelische Christusgemeinde Schlitzerland - was gibt es Neues?

Nun beginnt also bald in den Kirchengemeinden des westlichen Schlitzerlandes eine „neue Ära“ mit dem Start der Evangelischen Christusgemeinde Schlitzerland zum 1.1.2021. Da es immer wieder zu Fragen kommt, wollen wir an dieser Stelle noch einmal auf Veränderungen hinweisen, aber auch deutlich machen, dass so manches „beim Alten“ bleibt.

Was ist mit den Pfarrern?

Im Hinblick auf die Pfarrstellenreduzierung, die aber erst zum 1.1.2023 wirksam wird, sind wir in der Satzung von 2 Pfarrstellen ausgegangen, um dieses Dokument nicht in einem Jahr wieder ändern zu müssen. Bis Ende 2022 stehen uns aber drei Pfarrer zur Verfügung, da Pfr. Sachs seine Pfarrstelle bis zu seinem Ruhestand behält. Er übernimmt bis zur Neubesetzung die Vakanzvertretung für die Stelle von Pfr. Wildner; in der Zeit der Erkrankung von Pfr. Schmidt wird dieser durch Pfarrer Bouvain vertreten. Es war uns sehr wichtig, die sog. Seelsorgebezirke genau festzuschreiben. Das Schlitzer Obertor, Hutzdorf und Willofs bilden dabei Bezirk I, während das Untertor und Kreutzersgrund den Bezirk II bilden, damit sind die beiden Bezirke etwa gleich groß. Die Seelsorgebezirke regeln die Zuständigkeit bei z.B. Beerdigungen, Hochzeiten usw. Alle anderen Aufgaben wie Jugendarbeit, Seniorenarbeit und Gottesdienste werden von der Gesamtgemeinde übernommen.

Was ist mit den Gottesdiensten?

Auf allen 6 Kanzeln werden nun reihum die Pfarrer ihren Dienst versehen. Dazu wurde ein (vorläufiger) Gottesdienstplan erarbeitet, der eine gute Versorgung aller Orte in gleichem Maße wie bisher vorsieht. Natürlich gibt es durch die Erkrankung und Vakanz einige Probleme, aber durch den Einsatz von Prädikant*innen konnten viele Lücken geschlossen werden.

Advent in der Stadtkirche (Foto: Heinzdieter Horn)

Was geschieht mit dem Gemeindebüro?

Da es eine zentrale Verwaltung mit einem einzigen Haushalt gibt, bietet sich ein zentrales Gemeindebüro in Schlitz an. Hier gibt es noch Klärungsbedarf, wo dieses vergrößerte Büro seinen zukünftigen Standort haben wird. Auch wird die vermehrte Tätigkeit in Zukunft nicht mehr alleine von der Verwaltungskraft, Frau Lohse, gestemmt werden können, zumal Herr Tränker seine Tätigkeit für den Kreutzersgrund und Willofs im neuen Jahr einstellt.

Was ist mit dem neuen Kirchenvorstand?

Zunächst einmal: Alle bisherigen Kirchenvorsteher*innen bleiben im Amt und bilden den gemeinsamen Kirchenvorstand der Christusgemeinde. Bei der Wahl zum neuen KV im Juni 2021 werden voraussichtlich 20 Vertreter*innen gewählt. Der Vorstand ist grundsätzlich für die gesamte Christusgemeinde zuständig. Laut Satzung sollten in Hutzdorf 3 Vertreter*innen, im Kreutzersgrund 4, in der Kernstadt 10 und in Willofs 3 Ehrenamtliche in den jeweiligen Bezirken bestimmt werden, um alle Ortskirchengemeinden gerecht zu repräsentieren. Diese Aufteilung kann aber im begründeten Falle geändert werden. Die Vertreter der einzelnen Orte bilden dann die sog. Ortskirchenvertretungen, die bei Angelegenheiten der Ortskirchen, etwa bei Grundstücksangelegenheiten vor Ort entscheiden können. Das ist ganz wichtig, denn das Gemeindeleben soll in allen Orten lebendig weitergehen.

Und was ist mit dem Gemeindebrief?

Aus dem bisher Gesagten ist ersichtlich, dass es in einer zusammengeschlossenen Gemeinde natürlich auch nur einen gemeinsamen Gemeindebrief geben wird. Hier wollen wir natürlich versuchen, alle Orte mit einzubeziehen und in allen Angelegenheiten zu informieren.

Und andere Bereiche?

Das waren jetzt nur einige Mosaiksteinchens des Gemeindelebens. Über andere Teile zu schreiben wie die gemeinsame Kinder- und Jugendarbeit, das Konzept der Konfirmandenarbeit, die Angebote der Gemeindewerkstatt, die Chöre, die Seniorenarbeit und andere würde jetzt zu weit führen, zumal viele dieser Aktionen wegen der Pandemie doch zurzeit eher eingeschränkt angeboten werden können. Zu gegebenen Zeit wird es hier weitere Informationen geben.

Ein Licht leuchtet in der Nacht (Foto: Heinzdieter Horn)

Fazit

Die zurückliegende Zeit der Pandemie und vor allem die Abwesenheit der Schlitzer Pfarrer hat gezeigt, dass die Gemeinden nicht aufgehört haben zu existieren. Es war erfreulich zu erleben, wie viele Menschen sich hier engagiert haben, bei Gottesdiensten, bei dem Aufbau eines Hygienekonzepts, bei der musikalischen Gestaltung der Gottesdienste, um nur ganz wenige Aspekte herauszugreifen. All das macht uns Mut, auf diesem Wege weiterzugehen, auch wenn ab 2023 ein Drittel weniger Hauptamtliche für uns da sind. Alle gemeinsam: Hauptamtliche und Ehrenamtliche können ein vielfältiges, lebendiges Gemeindeleben schaffen.

Für die Kirchenvorstände Hutzdorf, Kreutzersgrund, Schlitz und Willofs: Heinzdieter Horn